Einberufung zum Grundwehrdienst

Sie wurden wurden bei der Stellung für tauglich befunden und haben das 18. Lebensjahr vollendet? Dann werden Sie zum Grundwehrdienst (Dauer sechs Monate) beim Österreichsichen Bundesheer einberufen.

Kann ich den Grundwehrdienst bereits mit 17 antreten?

Wenn Sie Ihren Grundwehrdienst vorzeitig leisten? leisten wollen besteht die Möglichkeit eine Freiwillige Meldung zur Stellung (und zur vorzeitigen Einberufung) bei der für Sie zuständigen Ergänzungsabteilung abzugeben.

Bitte beachten Sie, dass auch Ihr Erziehungsberechtigter oder Ihr gesetzlicher Vertreter zustimmen muss.

Für Fragen steht Ihnen die für Sie zuständige Ergänzungsabteilung gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Die Einberufung zum Grundwehrdienst

Den Einberufungsbefehl zum Grundwehrdienst ("Einrücken") erhalten Sie sechs Monate bis vier Wochen vor Ihrem Einberufungstermin.
Beim Einberufungsbefehl befinden sich allgemeine Hinweise und Informationen und die Fahrtberechtigung der ÖBB zum Einrücken sowie Informationen und Formblätter betreffend allfällige Geldleistungen während des Grundwehrdienstes für Sie und Ihre Angehörigen.

Das Bundesheer hat fixe Einrückungstermine. Diese sind in der Regel am Anfang nahezu jeden Monats jeweils an einem Montag (außer Feiertag). Genaueres dazu erfahren Sie bei der Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes.


Tipp:
Sollten Sie daran interessiert sein, möglichst rasch nach der Stellung einzurücken, dann geben Sie gleich bei der Stellung oder bei Ihrer Ergänzungsabteilung eine so genannte "Zustimmung zur Verkürzung von Fristen" ab.

Ich möchte gerne …

Geben Sie Ihren Wünsche bezüglich des Einberufungstermin, des Einberufungsortes (Garnisonsort) oder zu einer bestimmten Waffengattung möglichst frühzeitig, entweder gleich bei der Stellung oder danach schriftlich bei der Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes bekannt.

Das Bundesheer bemüht sich Ihre Wünsche zu berücksichtigen.
Da jede Truppe nur zu genau festgelegten Terminen Grundwehrdiener zugeteilt bekommt, können Sie nicht zu jedem beliebigen Termin in eine beliebige Kaserne einberufen werden.

Erkundigen Sie sich daher rechtzeitig (d.h. bevor Sie einen Einberufungsbefehl zugestellt bekommen), welche Truppe in welcher Ihnen bekannten oder Ihrem Wohnsitz nächstgelegenen Kaserne stationiert ist (Standorte des Österreichischen Bundesheeres) oder erkundigen Sie sich bei der Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes.

Hinweis:
Bedenken Sie auch, dass manche Wehrpflichtige zur Basisausbildung (BA 1) in eine bestimmte Kaserne einberufen werden, um erst danach in eine andere Kaserne versetzt zu werden.

Gut zu wissen:

  • Sollten sich zwischen Ihrer Stellung und Einberufung wichtige persönliche Veränderungen in Ihrem Privatleben ergeben – beispielsweise die Änderung Ihres Wohnortes, Verehelichung oder Partnerschaft, akademische Grade, Beendigung/Abbruch der Ausbildung – so liegt es auch in Ihrem Interesse die Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes darüber rechtzeitig schriftlich zu informieren.
  • Wenn Sie nach der Stellung und noch vor Erhalt eines Einberufungsbefehles Ihren Aufenthalt oder Wohnsitz ins Ausland verlegen, so melden Sie dies unverzüglich schriftlich der Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes.
    Wenn Sie dies unterlassen, begehen Sie eine Verwaltungsübertretung und können bestraft werden.
  • Wehrpflichtige Österreicher, die sich länger als sechs Monate im Ausland aufhalten, müssen sich bei den österreichischen Vertretungsbehörden (Botschaft, Konsulat) melden.
  • Wenn Sie bereits einen Einberufungsbefehl erhalten haben, dürfen Sie sich dem Grundwehrdienst nicht durch eine Auslandsreise entziehen.
  • Einberufungsbefehle sind nur wirksam, wenn sie nach den österreichischen Gesetzen rechtmäßig zugestellt wurden.
  • Einberufungsbefehle werden grundsätzlich nur an inländische Adressen versandt.
  • Wenn Sie bereits einen Einberufungsbefehl erhalten haben, dürfen Sie sich Ihrem Grundwehrdienst nicht durch eine Auslandsreise entziehen.
  • Manche Wehrpflichtige werden zur Basisausbildung (BA 1) in eine bestimmte Kaserne einberufen, um erst danach in eine andere Kaserne versetzt zu werden.
  • Weitere Infos über die Einberufung erhalten Sie bei der Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes.
 

Gibt es eine Möglichkeit statt dem Grundwehrdienst einen Wehrdienst mit höherer Bezahlung zu leisten?

Sie wollen Ihren Grundwehrdienst leisten und dabei mehr verdienen? Das geht: mit dem freiwilligen Ausbildungsdienst.

Fragen dazu?
Wenden Sie sich an die Wehrdienstberater Ihres Bundeslandes.

 

Wie lange dauert der Grundwehrdienst?

Jeder Wehrpflichtige hat einen Grundwehrdienst in der Dauer von sechs Monaten zu leisten.

Müssen Frauen auch den Grundwehrdienst ableisten?

Frauen sind - im Gegensatz zur verfassungsgesetzlich verfügten Wehrpflicht der männlichen Staatsbürger - nicht zum Grundwehrdienst verpflichtet.
Seit 1998 können sie sich jedoch freiwillig zum Dienst beim Bundesheer melden.

Bis zu welchem Alter kann der Grundwehrdienst angetreten werden?

Grundsätzlich werden Sie ab Ihrem vollendeten 18. Lebensjahr mittels Einberufungsbefehls zum Grundwehrdienst einberufen.
Sofern Sie noch in Ausbildung stehen oder von der Verpflichtung zur Leistung des Grundwehrdienstes befreit wurden, wird sich der Einberufungstermin verzögern.

Der Zeitpunkt, an welchem der Grundwehrdienst jedoch erstmalig anzutreten ist, hat vor Vollendung des 35. Lebensjahres zu erfolgen.

Was ist eigentlich die „Wehrpflicht“ und wie lange dauert sie?

Alle männlichen österreichischen Staatsbürger, die das 17. Lebensjahr vollendet und das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind wehrpflichtig.
Bei Offizieren, Unteroffizieren und bestimmten Spezialisten und Experten endet die Wehrpflicht mit Ablauf des Jahres, in welchem Sie das 65. Lebensjahr vollenden.

Die Wehrpflicht umfasst die Stellungspflicht, die Pflicht zur Leistung des Präsenzdienstes, die Pflichten des Milizstandes und die Melde- und Bewilligungspflichten.

Hinweis:
Bitte verwechseln Sie den Begriff "Grundwehrdienst" nicht mit der Wehrpflicht.