Zwischen Stellung und Einberufung

Sie sind tauglich? Wir gratulieren! Daher werden Sie nun noch in diesem oder im darauf folgenden Jahr zum Bundesheer einberufen. Bitte beachten Sie folgende Hinweise.

Eines vorweg: Bitte scheuen Sie sich nicht, bei Fragen im Zusammenhang mit Ihrer bevorstehenden Einberufung zum Grundwehrdienst, die Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes telefonisch, schriftlich oder per E-Mail zu kontaktieren. Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu beantworten und sind behilflich.

Bitte geben Sie im Falle einer schriftlichen Anfrage auch Ihre Telefonnummer oder E-Mail Adresse bekannt, damit wir Ihr Anliegen schnell beantworten können.

Ich habe bereits eine Ausbildung begonnen bzw. diese Ausbildung hat sich geändert oder wurde beendet. Was soll ich tun?

Sie müssen – wenn Sie das noch nicht im Rahmen der Stellung getan haben – einen Nachweis über Ihre derzeitige Ausbildung (Schulbesuchsbestätigung, Lehrvertrag etc.) an die Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes übermitteln.

Um Ihnen eine, durch den Grundwehrdienst ununterbrochene laufende Ausbildung zu ermöglichen, sind Sie kraft Gesetzes für jene Ausbildung, die Sie zu Beginn des Jahres Ihrer erstmaligen Stellung betrieben haben, von der Einberufung zum Grundwehrdienst bis zum voraussichtlichen Ende dieser Ausbildung ausgeschlossen. D.h. Sie werden vorläufig „nicht einberufen“.

In diesem Zusammenhang bedenken Sie bitte, dass Sie eine vorzeitige Beendigung der Ausbildung, Wechsel der Berufsvorbereitung, Lehrberufsänderung oder Wechsel des Schultyps, vorzeitiges Ende der Ausbildung usw. selbstständig und unverzüglich der Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes melden müssen.

Sofern Sie zu Beginn des Jahres Ihrer Stellung in keiner Ausbildung standen, nach Ihrer Stellung eine Ausbildung beginnen und noch über keine abgeschlossen Ausbildung verfügen, teilen Sie dies ebenfalls mit den entsprechenden Nachweisen (Schulbesuchsbestätigung, Ausbildungsvereinbarung oder Lehrvertrag) der Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes mit.

Wichtig Hinweis:
Bitte vergessen Sie nicht, dass Sie den Nachweis Ihrer Ausbildung und den angemessenen Fortschritt Ihrer für den Ausschluss maßgeblichen Berufsvorbereitung innerhalb eines Monats nach Ablauf jeden zweiten Jahres (also im 25. Monat) ab Feststellung Ihrer Tauglichkeit der Ergänzungsabteilung unaufgefordert zu erbringen haben.

Wird der Nachweis nicht erbracht, erlischt der Ausschlussgrund zum Zwecke Ihrer Ausbildung und Sie werden zum Grundwehrdienst einberufen.

Hinweis für alle Maturanten und Lehrlinge:
Sollte sich der Stellungstermin mit dem Termin für die Zentralmatura überschneiden, dann ist das kein Problem! Ein Anruf bei der zuständigen Ergänzungsabteilung genügt und der Stellungstermin wird verschoben. Dasselbe gilt übrigens auch für Lehrabschlussprüfungen.
Die Kontaktdaten finden Sie hier: Ergänzungsabteilung

Neuer Wohnort oder andere wichtige Änderungen

Haben sich zwischen Ihrer Stellung ("Musterung") und Einberufung ("Einrücken") wichtige persönliche Neuerungen, beispielsweise die Änderung Ihres Wohnortes ergeben? Bitte informieren Sie darüber Ihre Ergänzungsabteilung rechtzeitig schriftlich oder durch persönliche Vorsprache.

Warum muss ich persönliche Neuerungen an das Bundesheer melden?

Sie möchten Ihren Einberufungsbefehl doch sicher möglichst frühzeitig in den Händen halten.
Denn ist der Einberufungsbefehl (in Form eines Bescheides) erst einmal an Sie ergangen und kommen Ihnen dann der Ort und der Zeitpunkt des Dienstantrittes zum Grundwehrdienst infolge geänderter oder nicht gemeldeter familiärer oder wirtschaftlicher Verhältnisse ungelegen, ist eine Berücksichtigung dieser Umstände seitens der Ergänzungsabteilung oft nur mehr schwer bzw. gar nicht mehr möglich.

Gut zu wissen:
Ein Einberufungsbefehl gilt auch dann als zugestellt, wenn er an Ihre "alte" (inzwischen falsche) Wohnadresse ergangen ist und er Sie nie persönlich erreicht hat.

Bei mir gab's wichtige persönliche Neuerungen. Was soll ich tun?

Informieren Sie gleich die Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes. Sie soll über Ihre aktuellen familiären (z.B. verheiratet) oder wirtschaftlichen Verhältnisse am aktuellsten Stand sein. So kann der Einberufungsbefehl möglichst Ihren Wünschen entsprechen.

Ich werde nun nach der Stellung ins Ausland übersiedeln

Informieren Sie gleich die Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes über Ihren neuen Hauptwohnsitz im Ausland.

Ich möchte später zum Grundwehrdienst einrücken (Aufschub)

Unter bestimmten Umständen („bedeutender Nachteil“ bzw. „außerordentliche Härte“) ist es möglich, den Grundwehrdienst aufzuschieben. Falls Sie beispielsweise mitten in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung sind, können sie einen Aufschub Ihres Grundwehrdienstes bei der Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes beantragen.
Grundsätzlich ist das Ansuchen an keine Form gebunden, hat jedoch als "Antrag auf Aufschub" bezeichnet zu sein und muss entsprechend begründet werden. Entsprechende Nachweise sind beizulegen.

Tipps:
Stellen Sie Ihren Antrag auf Aufschub des Grundwehrdienstes möglichst frühzeitig, bevor Sie Ihren Einberufungsbefehl erhalten. Sollte Ihr Antrag zu spät eintreffen, könnte es sein, dass Ihr Ansuchen aus militärischen Gründen abgewiesen wird.

Die Bewilligung oder die Abweisung erfolgt durch die Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes mittels eines Bescheides. Gegen diesen Bescheid kann Beschwerde erhoben werden.

Ich möchte vom Grundwehrdienst für einen bestimmten Zeitraum befristet befreit werden (befristete Befreiung)

Aus persönlichen wirtschaftlichen und/oder familiären Interessen haben Sie selbst die Möglichkeit bei der Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes einen formlosen Antrag auf befristete Befreiung von der Verpflichtung zur Leistung des Präsenzdienstes einzubringen.
Dieser Antrag ist von Ihnen persönlich zu begründen und es müssen entsprechende Nachweise beigefügt werden.


Tipp:

Die Bewilligung oder die Abweisung erfolgt durch die Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes mittels eines Bescheides. Gegen diesen Bescheid kann Beschwerde erhoben werden.

Ich bin bei meinem Arbeitgeber unabkömmlich

Ihr Arbeitgeber kann direkt beim Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport eine Anregung auf befristete Befreiung aus öffentlichen bzw. gesamtwirtschaftlichen Interessen einbringen, die Sie zweckmäßigerweise mit unterschreiben (Kenntnisnahme).
Darin hat Ihr Arbeitgeber die wirtschaftliche und arbeitsmäßige Situation genau zu schildern und jene Gründe detailliert anzuführen, warum Sie als Arbeitnehmer für einen gewissen Zeitraum an Ihrem Arbeitsplatz unabkömmlich sind sowie entsprechende Beweismittel beizulegen.

Diese Anregung kann formfrei erfolgen.
Die Bewilligung erfolgt durch das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport mittels eines Bescheides. Bei einer abschlägigen Entscheidung erhalten Sie eine Mitteilung.

Ich habe meinen Wohnort gewechselt oder andere wichtige Änderungen – was soll ich tun?

Sollten sich zwischen Ihrer Stellung und dem Tag des Antrittes zum Grundwehrdienst wichtige persönliche Veränderungen ergeben – beispielsweise die Änderung Ihres Wohnortes, Verehelichung oder Partnerschaft, akademische Grade, Beendigung/Abbruch der Ausbildung – so liegt es auch in Ihrem Interesse die Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes darüber rechtzeitig schriftlich zu informieren.

Ich werde nach der Stellung ins Ausland übersiedeln

Wenn Sie Ihren Aufenthalt oder Wohnsitz ins Ausland verlegen, so melden Sie dies unverzüglich schriftlich der Ergänzungsabteilung Ihres Bundeslandes.
Wenn Sie dies unterlassen begehen Sie eine Verwaltungsübertretung und können bestraft werden.

Wehrpflichtige Österreicher, die sich länger als sechs Monate im Ausland aufhalten, müssen sich bei den österreichischen Vertretungsbehörden (Botschaft, Konsulat) melden.

Warum muss ich persönliche Veränderungen an das Bundesheer melden?

Sie möchten Ihren Einberufungsbefehl doch sicher möglichst frühzeitig in den Händen halten.
Denn ist der Einberufungsbefehl (in Form eines Bescheides) erst einmal an Sie ergangen und kommen Ihnen dann der Ort und der Zeitpunkt des Dienstantrittes zum Grundwehrdienst infolge geänderter oder nicht gemeldeter familiärer oder wirtschaftlicher Verhältnisse ungelegen, ist eine Berücksichtigung dieser Umstände seitens der Ergänzungsabteilung oft nur mehr schwer bzw. gar nicht mehr möglich.

Was passiert mit meinen persönlichen Daten? Sind sie sicher?

Ihre Daten sind sicher. Das Österreichische Bundesheer nimmt den Schutz aller persönlicher Daten seiner Angehörigen sehr ernst. Es gilt, wie für alle österreichsichen Behörden, das gültige Datenschutzgesetz.